Unabhängiger Berater für IT-Projekte
Das oberste Ziel eines Projektes ist aus meiner Sicht die Umsetzung fachlicher Anforderungen. Die herkömmliche Sichtweise auf Projekte, die ein Projekt nur als "Definierte Aufgabe mit festgelegtem Umfang, Aufwand und Termin" betrachtet und ein klassisches Wasserfallmodell impliziert, ist für Softwareentwicklungsprojekte nur bedingt geeignet - und zwar dann, wenn diese eine hinreichend kurze Laufzeit haben. Die agilen Methoden (siehe zum Beispiel das agile Manifest für die Grundlagen oder die Agile Alliance um mehr über das Thema zu erfahren) ermöglichen es, auch bei Projekte größeren Umfanges zeitnah auf sich ändernde fachliche Anforderungen zu reagieren und diese effizient umzusetzen.
Einen wichtigen Teil meiner Arbeit macht hierbei das "Dolmetschen" aus. Vielfach werden die agilen Methoden missverstanden als "Man macht einfach, was der Kunde gerade sagt" oder "Wir programmieren erstmal und biegen es dann gerade". Aber gerade in agilen Projekten ist es notwendig, fachliche und technische Anforderungen gegeneinander abzuwägen und in ein vergleichbares Priorisierungsschema zu bringen um die Umsetzung sinnvoll steuern zu können. Auch ist eine Architektur keineswegs ein Abfallprodukt sondern ein bewusst gesteuertes Arbeitsergebniss, dass nur - anders als im herkömmlichen nicht vor, sondern zumsammen mit, dem Anwendungssystem detailliert wird.
Das eine solche Sicht auf den Begriff "Projekt" sich sehr gut mit festen Terminen verträgt ist ausführlich in dem Artikel "Agil, aber Stabil" von der GI Jahrestagung 2004 dokumentiert.